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Hildesheimer Verkehrsbund - Missstimmung unter den Bürgern
June 20, 2010Jetzt muss es mal raus! Die Blase ist schließlich geplatzt!
Der Hildesheimer Verkehrsbund leistet sich ja einiges. Unterstützt wird dies noch von einigen planerischen Entscheidungen bei gewissen Veranstaltungen, was das Blut jedes einzelnen Öffis-Nutzers zum brodeln bringt.
Erst einmal hat der Verkehrsbund sich seit Jahren dazu entschieden, den Fahrplan der Busse so aufzustellen, dass die Busse am Hauptbahnhof grundsätzlich eine Minute nach Einfahrt der Züge (aus Hannover) abfahren. Das allein ist schon eine neue Art von Service, wie man ihn noch nie gesehen hat. Man hat mit vielen Leuten in Bussen und an Haltestellen heftig diskutiert, wie man sich so eine Dreistigkeit aneignen kann, seine Kundschaft so zu piesacken, ja, gar zu “verarschen”. Ich weiß nicht, ob sie Stress mit der DB haben, aber das wälzt man auf keinen Fall auf die Kunden ab. Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Geschäfte, im Gegensatz zu den Kunden der DB an einen bestimmten Zeitplan gebunden sind! Und der Verkehrsverbund weiß ganz genau, dass der Großteil der Stundenten und ein Teil der Schüler aus Richtung Hannover kommen. Hinzu kommt, dass der Großteil der Studenten (ich Schätze 5.000) jedes Wochenende nach hause zur Familie fährt; und “alle” müssen sie nach Hannover. Sie müssen immer bis zu 20 Minuten vor Unterrichtsende die Uni verlassen, um nicht ein bis zwei Stunden am Hauptbahnhof auf den nächsten Zug warten. Dies hat sich Dank der Einführung der S-Bahn durch die DB ein wenig verbessert. Das gleiche Problem haben wir, wenn wir sonntags nach Hildesheim zurückkehren. Dann fährt uns der Bus wieder vor der Nase weg, sodass wir mit all unserem Gepäck heute nur noch 30 Minuten, damals aber mindestens 60 Minuten, am Hbf warten müssen. Die Wissen ganz genau, dass wir immer sonntags in unsere Studentenbude zurückkehren wollen.
Ärgerlich war auch die Situation beim letzten Nazi-Aufmarsch und dessen damit verbundene Gegendemo. Der Verkehrsbund meinte, er müsse dann den halben Tag den gesamten Service einstellen. Oder der Schützenmarsch in diesem Jahr bzw. die Anfänge der Fussball-WM. Man kann, wenn man wirklich will, das ganze so organisieren, dass die wichtigste Straße, die Schuhstraße (Knotenpunkt im Zentrum), frei bleibt.
Eine weitere große Unerhörtheit ist der Fahrplan zu den Sommerferien der Schüler. Als wenn in der Stadt NUR Schüler wohnen würden! Da nimmt man uns Studenten und Mitbewohner einfach ein paar Busse aus dem Fahrplan, sodass wir jetzt noch schlechter von und zu der Uni bzw. unseren Terminen und Einkäufen kommen. Es reicht dicke, wenn der Verkehrsbund nur die Schulbusse pausiert. Stattdessen während des Schulzeit morgens und mittags/nachmittags einfach mal mehr Schulbusse einsetzen, dass die normalen Gäste nicht an den Haltestellen stehen und zugucken müssen, wie die überfüllten Busse einfach an ihren Nasen vorbeifahren.
Zudem sollte man abends einfach mal die alten kurzen Busse einsetzen und nicht die rieseigen Gelenkbusse. Klar, dass das so uneffektiv ist. Mit den kurzen Bussen könnte man dann abends länger bzw. regelmäßiger fahren!
Oft ist es so, dass ich 50 Minuten quer durch die Stadt laufe, da ich dann immer noch schneller bin, als auf den nächsten Bus zu warten. Das kann es echt nicht sein; erst recht nicht bei schlechtem Wetter oder viel Gepäck.
Die Missstimmung bei den Bürgern steigt stetig, zumindest kann ich das auf der Straße beobachten, und zwar in allen Schichten und Altersgruppen!
Der Hildesheimer Öffis-Service ist der schlechteste, mit dem ich es je zu tun hatte.
Er ist nicht nur in Hildesheim bekannt. Wenn man Hildesheim erwähnt, kommt aus einige Mündern gleich: „Ach, das ist doch da, wo das Bussystem so schlecht ist?!“
Glückwunsch! Ihr habt euch bisher einen guten Ruf erarbeitet! Nur weiter so!!!







